Mit dem Rauchen aufzuhören ist sowohl ein physiologischer als auch ein psychologischer Prozess. Mit den richtigen Schritten ist es möglich, diesen Prozess leichter zu überstehen.
Erste Schritte
Beim Aufhören mit dem Rauchen sollte man auch die Gewohnheit, Tee, Kaffee und Cola zu trinken, gleichzeitig aufgeben. Es ist wichtig, dass Sie sich von allem fernhalten, was Sie an das Rauchen erinnert. Um aufzuhören, ist ein starker Grund und eine feste Entschlossenheit erforderlich — dies schriftlich festzulegen und umzusetzen erleichtert den Prozess.
Physiologische Abhängigkeit
Bei Rauchern überlässt das Gehirn die Endorphinproduktion weitgehend dem Rauchen. Der grundlegendste Grund, warum das Aufhören trotz des Wunsches nicht gelingt, ist, dass das Gehirn vorübergehend nicht in der Lage ist, seine eigenen Endorphine zu produzieren. Dieser Zustand ist vorübergehend; obwohl es von Person zu Person variiert, beginnt das Gehirn nach etwa 7-8 Tagen langsam, seine eigenen Endorphine zu produzieren.
Wegen des Nikotinentzugs können Depressionen, Nervenstörungen, Wut, Schlafschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und gesteigerter Appetit auftreten. Diese Symptome erreichen ihren Höhepunkt 48-72 Stunden nach der letzten Zigarette und können dann abklingen und einige Wochen andauern.
Psychologische Abhängigkeit
Gewohnheiten wie nach dem Essen, in stressigen Momenten, beim Einsteigen ins Auto oder nach dem morgendlichen Aufwachen zu rauchen, schaffen mentale Verknüpfungen. Um diese Verknüpfungen zu durchbrechen, muss man eine Zeit lang versuchen, alte Gewohnheiten zu ändern. Die psychologische Abhängigkeit verschwindet normalerweise in 21 Tagen. Wichtig ist, dass man, wenn das Verlangen zu rauchen auftritt, diesem Verlangen nicht durch Rauchen nachgibt; mit jedem überwundenen Verlangen lernt das Gehirn etwas Neues und hört auf, es zu wollen.
Bewegung und Ohr-Massage für Endorphine
Bewegung ist der stärkste Auslöser für die Endorphinproduktion. In der Aufhörphase sollte jedoch kein übermäßiger und schneller Sport getrieben werden; da die Entgiftung beschleunigt wird und Nebenwirkungen zunehmen können. Leichte Bewegung, Spaziergänge, Lesen oder Gartenarbeit helfen, mit der psychologischen Abhängigkeit umzugehen. Stressbälle, Yoga und Stricken reduzieren auch die nervliche Anspannung.
Nützliche Pflanzen
Schopf-Lavendel und Lavendel, Süßholzwurzel sind sehr empfohlene Pflanzen zum Aufhören mit dem Rauchen. Schopf-Lavendel sollte nicht gekocht werden, während Centaurea-Öl nach deutscher Empfehlung ohne Kochen aufgegossen werden sollte. Rosmarintee und Kamillentee (wenn der Blutdruck nicht hoch ist) unterstützen die Entgiftung. Bei Stress sind Kreuzkümmel, Johanniskraut, Borretsch, Kefir, Fenchel nützlich.
Achtung: In der Aufhörphase sollten Brennnessel, Johannisbrot, Beta-Carotine, Vitamin E und A auf keinen Fall verwendet werden. Der Grund dafür ist, dass sie während der übermäßigen Entgiftung die Zellvermehrung auslösen.
Entgiftung
Salzwasserbäder sind eine der nützlichsten Methoden sowohl für die psychologische als auch die physiologische Abhängigkeit — sie beruhigen die Nerven und beschleunigen die Entgiftung. Gleich nach dem Aufstehen warmes Wasser mit Zitrone zu trinken, unterstützt ebenfalls die Entgiftung und der im Mund entstehende herbe Geschmack verringert das Verlangen zu rauchen.
Schopf-Lavendel oder Gewürznelken zu kauen hilft, wenn das Verlangen zu rauchen auftritt. Fenchelsamen lindert Gasprobleme. Nach dem Aufhören 40 Tage lang zu den Mahlzeiten eine rote Zwiebel zu essen, beschleunigt die Rückkehr der Lungen zu ihrer alten Gesundheit. Schwarzer Rettichsaft schützt auch die Lungen und Bronchien.
Veränderungen im Körper
- Nach 20 Minuten: Blutdruck und Puls normalisieren sich.
- Nach 8 Stunden: Der Kohlenmonoxidspiegel im Blut normalisiert sich.
- Nach 24 Stunden: Das Herzinfarktrisiko beginnt zu sinken.
- Nach 2 Wochen – 1 Monat: Die Durchblutung verbessert sich, die Lungenkapazität steigt um 30 %.
- Nach 1 – 9 Monaten: Husten, Müdigkeit und Kurzatmigkeit nehmen ab. Die Flimmerhärchen in den Lungen nehmen ihre normale Funktion wieder auf.
- Nach 1 Jahr: Das Risiko für koronare Herzkrankheit ist halb so hoch wie bei Rauchern.
- Nach 5 Jahren: Das Herzinfarktrisiko sinkt auf das gleiche Niveau wie bei Nichtrauchern.