Was ist Melatonin

Melatonin ist ein Hormon, das von der Zirbeldrüse im Gehirn ausgeschüttet wird, insbesondere nachts in dunkler Umgebung. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung normaler Körperrhythmen. Die Melatoninproduktion nimmt mit dem Alter ab. Es ist nicht genau ein Hormon im herkömmlichen Sinne. Die Bedeutung von Melatonin hat in den letzten Jahren aufgrund seiner Verbindung zur Krebsforschung zugenommen.

Für eine ausreichende Melatoninfreisetzung ist das Schlafen in einer dunklen Umgebung erforderlich. Melatonin wird immer in der Dunkelheit synthetisiert und in den Blutkreislauf abgegeben. Die Produktion beginnt, sobald die Dunkelphase einsetzt, und dauert an, solange die Dunkelheit anhält. Es sollte keine Lichtquelle im Raum vorhanden sein.

Die Melatoninproduktion hängt mit der Länge der Nacht zusammen — je länger die Nacht, desto länger dauert die Produktion. Die Melatoninproduktion steigt im Winter und sinkt im Sommer. Es reguliert die biologische Uhr und den Rhythmus des Körpers.

Vorteile von Melatonin

  • Es hat zellerneuernde und immunsystemregulierende Wirkungen.
  • Es ist eines der stärksten bekannten Antioxidantien.
  • Seine Produktion nimmt mit Beginn der Pubertät ab.
  • Es gibt Erkenntnisse, die darauf hindeuten, dass es die Lebensdauer verlängert, indem es das Immunsystem positiv beeinflusst und Stress reduziert.
  • Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien darüber, dass Melatonin ein krebsvorbeugendes Mittel ist.
  • Es wurde festgestellt, dass Melatonin das Wachstum bei vielen Tumorarten begrenzt.
  • Bei Verabreichung in therapeutischen Dosen wird angegeben, dass Melatonin eine direkte tumorzellenabtötende Wirkung hat.

Bei Depressionen wurden niedrige Melatoninspiegel und hohe Cortisolspiegel festgestellt.

Studien deuten darauf hin, dass die Einnahme von Melatonin 30–60 Minuten vor dem Schlafengehen die Einschlafzeit verkürzen und die Schlafdauer verlängern kann. Melatonin ist in Kapsel- und Tablettenform erhältlich. Es gibt auch eine sublinguale Form.

Einigen Studien zufolge verkürzt Melatonin bei älteren Menschen mit Schlaflosigkeit die Einschlafzeit und verbessert die Schlafqualität, wenn es vor dem Schlafengehen eingenommen wird.

Es hat eine schützende Wirkung gegen alle Krebsarten, insbesondere gegen Brustkrebs. Es wird angenommen, dass es Immunität gegen Krebs bietet und die Infektionsimmunität stärkt.

Beispielsweise ergab eine Studie, dass Brustkrebs bei Frauen, die in Nachtschichten arbeiten und Schlafprobleme haben, häufiger auftritt. Bei Menschen mit hohen Melatoninwerten wurde ein geringeres Risiko für Erkältungen und Grippe festgestellt.

Es wird berichtet, dass es gegen Langzeiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettleber und Arteriosklerose schützend wirkt.

Faktoren, die Melatonin reduzieren

Stress, Alkohol, Rauchen, übermäßiger Kaffee- und Teekonsum, langes Arbeiten am Computer, Licht, Lärm, Essen vor dem Schlafengehen und Alterung sind Faktoren, die Melatonin reduzieren.

Viele Experten betonen, dass Tee, Kaffee und Rauchen nach 17 Uhr vermieden werden sollten.

Lebensmittel, die Melatonin enthalten und fördern

Unter den Früchten kommt Melatonin hauptsächlich in Sauerkirschen vor. Auch Süßkirschen zeigen ähnliche Wirkungen.

Ähnliche Effekte werden bei Kornelkirsche, Fenchel, Anis, Johanniskraut, Kamillentee, Sonnenblumenkernen, Mandeln, Walnüssen und Haselnüssen beobachtet, die ebenfalls melatoninfördernde Eigenschaften haben.