Die Kastanie ist seit der Antike als "Liebestrank" bekannt; es wird behauptet, dass sie das Leben verlängert. In alten Zeiten war sie die erste Frucht, die in Honig getaucht und in eine Süßspeise verwandelt wurde. Da sie in der Antike als heilig galt, war sie ein fester Bestandteil der großen Feste in den Palästen. Da man glaubte, dass Kastanienblätter Gerechtigkeit verteilen, wurde der Kastanienbaum zum Symbol der Städte.

Früher war die Kastanie im Winter unverzichtbar; besonders auf dem Ofen war sie ein absolutes Wunder. Mit dem Übergang zur Zentralheizung begannen ungesunde Chips den Platz der Kastanie einzunehmen. Wir essen Kastanien meist nicht wegen ihrer Vorteile, sondern weil wir sie mögen; aber beim Verzehr sollten wir ihre Vorteile nicht vergessen.

Vitamin- und Mineralstoffquelle der Wintermonate

Die Kastanie ist ein kalorienreiches Lebensmittel und sehr reich an den Vitaminen B1, B2 und C. Sie enthält reichlich Fett, Wasser, Proteide, Lipide, Glucide (Stärke), Kupfer, Mangan und Protein. Außerdem enthält sie die Mineralstoffe Kalium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Calcium, Eisen und Natrium. Beim Verzehr von 100 g Kastanien nimmt man 250 Kalorien auf.

Vorteile der Kastanie

  • Sie ist eine wertvolle Energiequelle für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen.
  • Wenn man appetitlosen Kindern Kastanienpüree aus gekochten Kastanien, gemischt mit Honig, gibt, wird ihr Vitamin- und Mineralstoffbedarf auf natürliche Weise gedeckt.
  • Der hohe Kaliumgehalt regt den Geist an; Phosphor trägt zur Entwicklung der Augengesundheit bei.
  • Durch ihren Vitamin-B-Gehalt hilft sie bei Problemen in der Pubertät.
  • Sie hat eine beruhigende Wirkung auf die Nerven, was gut für Migränepatienten und Menschen mit Schmerzen ist.
  • Sie ist ein Mittel gegen übermäßiges Frieren im Winter; sie wärmt, indem sie dem Körper Energie gibt.
  • Sie gibt dem Körper Kraft und Energie und steigert die sexuelle Potenz.
  • Sie beseitigt körperliche und geistige Müdigkeit und beschleunigt die Genesung von Kranken.
  • Sie senkt den Cholesterinspiegel im Blut, reguliert und beschleunigt die Durchblutung.
  • Sie hilft bei Skorbut; sie stärkt das Muskel- und Nervensystem.
  • Sie gibt Sportlern und Schwerarbeitern Kraft; sie ist eine Energiequelle für Menschen mit schwachem Immunsystem.
  • Sie hilft bei Winterdepressionen und Nervenkrankheiten.
  • Sie verringert Beschwerden bei Krampfadern und Hämorrhoiden; sie ist gut für Leber und Magen.
  • Sie stoppt Durchfall.

Wie verwendet man Kastanien?

Kastanien können frisch gegessen, aber auch gekocht oder geröstet verzehrt werden. Vor dem Kochen sollte die Schale mit einem Messer eingeritzt werden. Sie können zu Reis, Lamm- und Putenfleisch hinzugefügt werden; sie passen auch gut zu Gerichten mit Kartoffeln, Karotten und Sellerie. Gekochte Kastanien können Kuchen und Torten beigemischt oder mit Saucen und Fruchtmischungen zu Desserts verarbeitet werden. Sie harmonieren perfekt mit Banane, Apfel, Honig und Schokolade. Warnung: Nicht empfohlen für Personen mit Bluthochdruck, Arterienverkalkung und Diabetes.

Auch die Schale und die Blätter der Kastanie werden verwendet: Die gekochte Schale, als Tee getrunken, beruhigt die Nerven und senkt Fieber.

Wie lagert man sie?

Um Kastanien lange zu lagern, werden die vom Baum gesammelten Kastanien in Becken mit kaltem Wasser gelegt und etwa 20 Stunden stehen gelassen. Anschließend werden sie einige Tage in die Sonne gelegt, damit sie die aufgenommene Feuchtigkeit vollständig abgeben, und schließlich in trockenen Sand eingegraben. Es zeigt sich, dass Kastanien, die fast ein Jahr später aus dem Sand geholt werden, ihren Geschmack vom ersten Tag bewahrt haben.