Brokkoli, eine Untervarietät der Art Brassica oleracea italica, ist eine Pflanze, deren Stern in den letzten Jahren durch wissenschaftliche Forschung aufgegangen ist. Dieses Gemüse, das reichlich in Ländern mit vorherrschendem mediterranem Klima angebaut wird, war in unserem Land früher nur in Luxus-Konsumabteilungen zu finden, kann heute jedoch sogar auf Nachbarschaftsmärkten leicht gefunden werden. Brokkoli, der in seiner Form dem Blumenkohl ähnelt, ist durch seine grüne Farbe leicht zu unterscheiden und kann 3-4 Mal pro Jahr geerntet werden.
Wirkstoffe in seiner Struktur
Glucosinolate: Ihre hemmende Wirkung gegen viele Krebsarten, insbesondere Leberkrebs, wurde durch klinische Studien nachgewiesen.
Indole: Sie haben eine pflanzliche Hormonstruktur und wirken regulierend im menschlichen Körper; sie sind wirksam bei der Unterdrückung von Tumorbildung. Es ist bekannt, dass eine spezifische Östrogenart bei Frauen das Brustkrebsrisiko erhöht; die unterdrückende Wirkung von Indolen auf dieses Östrogen befindet sich in der Forschungsphase und es gibt unterstützende Daten.
Sulforaphan: Dieser Stoff, der das Immunsystem stärkt, wird in den USA und vielen europäischen Ländern als kommerzielles Produkt verkauft. Er ist in gekeimten Brokkolisamen 50-mal häufiger vorhanden und liefert wirklich gute Ergebnisse im Kampf gegen Krebs.
Vitamin C: Stärkt das Immunsystem, verhindert Oxidation, beschleunigt die Eisenaufnahme und stärkt das Bindegewebe.
Beta-Carotin: Übernimmt wichtige Funktionen bei der Aufrechterhaltung eines starken Immunsystems, der Regulierung der Fortpflanzungsfunktion, dem Schutz der Augengesundheit und der Beschleunigung der Knochenbildung.
Selen: Ist ein sehr starkes Antioxidans; schützt Blutzellen, stärkt die Zellwand und reguliert das Immunsystem.
Dithiolthione: Diese in blumenkohlartigen Pflanzen vorkommenden Stoffe sind Verbindungen, von denen angenommen wird, dass sie eine Rolle bei der Verhinderung von Krebsentstehung spielen.
Quercetin: Ist ein Stoff mit antioxidativen Eigenschaften; blockiert verschiedene krebserregende Substanzen und es wurde gezeigt, dass es in einigen Tumoren den programmierten Zelltod (Apoptose) anregt.
Lutein: Dieser in grünblättrigen Pflanzen vorkommende Stoff, der eine ähnliche antioxidative Wirkung wie Beta-Carotin hat, schützt insbesondere bei Personen mit blauen, grünen oder haselnussbraunen Augen die Augen vor den schädlichen Auswirkungen der Sonne.
Vitamin E: Ist ein starkes Antioxidans; schützt das Herz vor den schädlichen Auswirkungen von Cholesterin und hat eine natürliche blutverdünnende Eigenschaft.
Die spezielle faserige Struktur von Brokkoli: Seine einzigartige zelluloseartige Struktur zeigt eine schützende Wirkung, indem sie giftige Stoffe und Schwermetalle aus dem Darm entfernt; wird als ein Faktor angesehen, der Dickdarmkrebs vorbeugt.
Durchgeführte Forschungen
In einer wichtigen Studie, die an der University of California durchgeführt wurde, wurden 459 Patienten mit Dickdarmpolypen mit 507 gesunden Personen verglichen; in der Gruppe, die Brokkoli konsumierte, wurde die Dickdarmkrebsentstehungsrate signifikant niedriger gefunden.
Forscher des US-Landwirtschaftsministeriums haben festgestellt, dass sich das Selen in der Struktur von Brokkoli anders verhält als Selen in Salzform. Während Selen in Salzform schnell aus dem Darm aufgenommen und in den Urin übergeht, bleibt das Selen im Brokkoli in der Faserstruktur erhalten, gelangt bis zum Dickdarm und zeigt dort eine schützende Wirkung.
P. Talalay und sein Team von der Johns Hopkins University haben gezeigt, dass die krebsvorbeugende Wirkung von Brokkoli auf den Stoff Sulforaphan zurückzuführen ist. Dieser Stoff, der in sehr hoher Konzentration in gekeimten Brokkolisprossen vorkommt, zeigte eine vorbeugende Wirkung gegen die Entstehung verschiedener Krebsarten, insbesondere Brust- und Dickdarmkrebs. Auch in Dänemark, Deutschland, Belgien, Italien und dem Vereinigten Königreich werden umfassende Studien zu Brokkoli durchgeführt.
Bei welchen Krankheiten ist es hilfreich?
- Schützt vor Prostatakrebs.
- Verringert das Brustkrebsrisiko bei Frauen.
- Unterdrückt die Bildung gutartiger Tumore.
- Reguliert die Körperhormone.
- Verringert die schädlichen Auswirkungen von Cholesterin.
- Ist eine starke Antioxidansquelle.
- Unterdrückt die Krebsentwicklung.
- Reguliert dank seiner faserigen Struktur den Darm.
- Verdünnt das Blut und hat eine entspannende Wirkung auf das Herz.
- Hat positive Auswirkungen auf Fortpflanzung und Fruchtbarkeit.
- Unterstützt die Milchbildung während der Stillzeit.
- Reduziert Eisenmangelanämie bei Frauen, indem es die Eisenaufnahme stärkt.
Wie sollte es konsumiert werden?
Laut der Empfehlung des Lebensmittelexperten Sinan Özgün: Wenn es als Kur genutzt werden soll, ist die geeignetste Methode, das Gemüse nach dem Waschen mit reichlich Wasser in kaltem Wasser zu kochen und den erhaltenen Saft morgens und abends zu trinken. Wenn es als Salat verwendet werden soll, sollte es nach kurzem Kochen in kochendem Wasser mit Olivenöl verzehrt werden.