Die Artischocke ist eine mehrjährige Pflanze mit violetten Blüten. Obwohl sie als Gemüse gilt, könnte sie eigentlich als Frucht klassifiziert werden, da der essbare Teil die noch nicht geöffnete Blütenknospe ist. Ihr botanischer Name ist Cynara, und sie ist eines der ältesten bekannten Nahrungsmittel. Es ist bekannt, dass der Verzehr von 7-8 Artischocken pro Saison die Leber regeneriert; heutzutage könnte diese Dosis aufgrund der übermäßigen Toxinaufnahme jedoch nicht ausreichen.

In der Mythologie verliebte sich Zeus in eine Frau namens Cynara, erklärte sie zur Göttin; als die Frau in Zeus' Haus kam, gefiel es ihr nicht und sie wollte zurückkehren. Der erzürnte Zeus verwandelte sie in eine Artischocke. Die Artischocke stammt aus derselben Familie wie Gänseblümchen; sie wächst in Südeuropa, Nordafrika und den Mittelmeerländern.

Nährwerte

Eine durchschnittlich große Artischocke enthält etwa 25 Kalorien. Sie ist eine Quelle für die Vitamine C und B, Folsäure und Magnesium. Die in ihren Blättern enthaltene Substanz Cynarin wirkt cholesterinsenkend.

Gesundheitliche Vorteile

Traditionell wurde sie bei Anämie, Rheuma, Gicht, Verdauungsstörungen, Hautjucken und Insekten-/Schlangenbissen eingesetzt. Sie ist sehr nützlich beim Reizdarmsyndrom und spastischen Kolon; sie erleichtert die Verdauung und verbessert Symptome wie Blähungen, Gas, Durchfall und Verstopfung.

Sie senkt den LDL (schlechten) Cholesterinspiegel; insbesondere die Blattteile sind hier wirksam. Die Artischocke, die Organe reinigt und die geistige Kapazität steigert, unterstützt dank ihrer antioxidativen Eigenschaften auch die Toxinausscheidung und verzögert die Alterung. Sie beseitigt schnell die Symptome eines Katers nach Alkoholkonsum – Kopfschmerzen, Müdigkeit, Mundtrockenheit. Die alten Griechen betrachteten die Artischocke als Aphrodisiakum.

Zu beachtende Hinweise

Die Artischocke ist ein leberstimulierendes Mittel; Personen mit Gallensteinen wird empfohlen, sie nicht übermäßig zu konsumieren. Personen, die gegen Kamille und Chrysanthemen allergisch sind, sollten auch keine Artischocken aus derselben Familie verzehren. Es sind keine bekannten Wechselwirkungen mit Medikamenten und anderen Pflanzen bekannt.